Rhabarber-Tarte mit Rautenmuster

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Rhabarber liebe ich sehr, sein ungewöhnlich säuerlich-süßer Geschmack hat es mir total angetan und auch, dass er (genauso wie Spargel) noch eine klar definierte Saison hat und man ihn eben nicht das ganze Jahr über kaufen kann wie inzwischen viele Beeren. Dadurch ist Rhabarber einfach etwas Besonderes. Im Frühjahr mache ich deshalb gerne Rhabarber-Chutney oder backe meinen veganen Rhabarber-Crumble. Der schmeckt super, aber ist jetzt nicht so wirklich was fürs Auge. Denn mit Rhabarber lassen sich auf Kuchen ja auch schöne grafische Muster legen. Damit die aber wirklich perfekt aussehen, ist es besser, wenn Ihr den Rhabarber nicht mitbackt, sondern erst nach dem Backen auf den Kuchen legt. Dazu muss er natürlich vorher trotzdem gegart werden – und zwar möglichst schonend, damit die Rhabarberstangen nicht zerfallen. Die beste Methode, Rhabarber so zu kochen, dass er seine Form und auch seine schöne Farbe behält: ihn zusammen mit einem roten Sirup im Backofen pochieren. Wie genau das funktioniert und was Ihr außerdem beim Schneiden des Rhabarbers beachten müsst, um tolle, fototaugliche Muster auf Eure Kuchen legen zu können, beschreibe ich Euch in diesem Beitrag. Und danach kommt natürlich noch das Rezept für die vegane Rhabarber-Tarte mit Vanillepudding und einem schönen Rautenmuster. Fürs Rezept einfach nach unten scrollen. Aber jetzt erstmal: Vorhang auf für den Topmodel-Rhabarber!

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Rhabarber kochen fürs Foto: So behält er Form und Farbe

  • Ca. 5 Stangen Rhabarber (für 1 Kuchen, s.u.)
  • 500 ml Granatapfel- oder Cranberrysirup
  • 1 Handvoll Himbeeren (frische oder TK)

Backofen auf 125 Grad Umluft vorheizen. Rhabarberstangen waschen und trockentupfen. Möglichst gleich dicke und gerade gewachsene Stangen aussuchen und diese mit einem Winkel von 45 Grad (ich habe ein Geodreieck benutzt) in Rauten schneiden, deren Seiten alle gleich lang sein sollen. Je mehr Ihr Euch hier um Gleichmäßigkeit bemüht, desto schönere Effekte könnt Ihr später beim Legen eines „Rhabarber-Musters“ erzielen. Deshalb ist es auch gut, wenn die eine Hälfte der Stangen so geschnitten wird, dass die Messerspitze 45 Grad nach rechts zeigt, die andere Hälfte mit der Messerspitze 45 Grad nach links. Dann passen die Rauten später beim Musterlegen gut ineinander.

Die Rauten mit der runden Seite nach unten eng nebeneinander auf ein Backblech oder in eine große Auflaufform legen. Damit die schöne rosa Farbe beim Garen erhalten bleibt, kommen jetzt Himbeeren und Sirup zum Einsatz: Beides gleichmäßig über die Rhabarberrauten verteilen, der Sirup soll alle Rauten benetzen.

Den Rhabarber auf mittlerer Schiene bei 125 Grad etwa 20 Min. pochieren, dabei unbedingt zwischendurch testen, ob die Rauten schon durch sind. Sie sollen ein klein wenig bissfest bleiben – wenn sie zu weich werden, war alle Mühe für die Katz, denn dann zerfallen die Rauten später beim Belegen von Kuchen oder Desserts. Nach dem Pochieren die Rhabarberrauten auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor Ihr sie auf Euren Kuchen legt.

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Vegane Rhabarber-Tarte mit Vanille-Pudding

Für 1 runde Kuchenform (26 cm Durchmesser)

Für den Boden:

  • 200 g Dinkelmehl
  • 70 g Kokosblütenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g (vegane) Butter

Für die Füllung:

  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 2 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 0,5 l Pflanzenmilch

Für das Topping:

  • Pochierte Rhabarberrauten (siehe Anleitung oben)
  • 1-2 EL Granola

Die Zutaten für den Mürbteig in einer Schüssel mischen, mit den Fingerspitzen alles zerkrümeln und zügig zu einer Kugel kneten. Die Kuchenform einfetten, mit etwas Mehl ausstäuben und den Teig in der Form so auslegen, dass ein ca. 2 cm hoher Rand entsteht. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Teig in der Form 30 Min. kühl stellen. In der Zwischenzeit den Rhabarber vorbereiten (s.o.)

Den Teigboden mit Backpapier bedecken, mit trockenen Hülsenfrüchten beschweren und ihn so „blind“ 20 Min. backen, dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und weitere 10 Min. backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form erkalten lassen.

Den Ofen auf 125 Grad Umluft zurückschalten und den Rhabarber pochieren (s.o.). Den Vanillepudding nach Packungsanweisung mit Milch (bzw. Pflanzenmilch nach Wahl) kochen. Mit dem Puddingpulver auch die geriebene Zitronenschale in die Milch rühren.  Den Pudding einige Minuten ruhen lassen, dann auf den Teigboden streichen und vollständig erkalten und fest werden lassen. Wenn es eilig ist, könnt ihr das Ganze auch 30 Min. in den Tiefkühler stellen.

Die Rhabarberrauten von der Mitte her wie auf dem Foto sternförmig auf die Puddingschicht legen – dabei jeweils ein rechts und ein links geschnittenes Rhabarberstück als Paar anordnen. Den restlichen Himbeer-Granatapfel-Sirup aus der Backform in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Flamme so lange einkochen, bis der Sirup noch dickflüssiger ist. Vor dem Servieren des Kuchens den Rhabarber damit bestreichen und den Kuchen mit Granola bestreuen.

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