So schön säuerlich: Rhabarber Crumble

Rhabarber Crumble in Backform

Dass es jetzt tatsächlich Frühling wird, merkt man kulinarisch betrachtet jedes Jahr verlässlich am guten, alten Rhabarber. Er macht beim heimischen Obst und Gemüse im April den Anfang. Ich habe sogar jetzt schon eine Ladung Rhabarber auf dem Markt ergattert für meinen ersten Crumble. Wir haben zwar auch eine Rhabarberpflanze im Garten, aber die ist noch nicht soweit. Da mussten allerdings zwei junge Blätter dran glauben für meine Fotos. Jedenfalls: It’s rhubarb time. Lasset die Spiele beginnen, her mit den Rezepten!

Rhabarber mit Blaettern

Der Rhabarber

Die roten, säuerlichen Stangen von diesem Gemüse – ja, denn das ist Rhabarber botanisch gesehen, kein Obst – erinnern mich sofort an einen bestimmten Geschmack meiner Kindheit: Vanillepudding mit Rhabarberkompott. Schon als Kind fand ich diese Verbindung aus säuerlich und süß toll, so ganz ohne den Pudding habe ich aber das Kompott dann doch nicht gegessen. Klar, die Säure von Rhabarber braucht schließlich auch einen gewissen Gegenpol wie Süße oder Schärfe. Und natürlich tut ihr auch die Milde von Milchprodukten gut, weshalb Rhabarber eben oft in Rezepten mit Sahne und Co zu finden ist. Doch es geht auch vegan, wie dieser Crumble hier beweist. Mit Himbeeren, Nüssen und Kokosöl sind sogar ein paar Superfoods im Spiel.

Rhabarber Crumble auf Tellern

Rhabarber Crumble mit Kokos-Streuseln

Für 4-6 Personen

  • 1 Bio-Zitrone
  • 4 EL Ahornsirup
  • 1 EL Vanille aus der Mühle
  • 100 g Nüsse (z.B. Mandeln, Walnusskerne, Pekannüsse oder Haselnüsse)
  • 1 kg Rhabarber
  • 200 g Himbeeren (TK)

Für die Streusel:

  • 100 g Kokosöl
  • 100 g zarte Haferflocken
  • 100 g Mandelmehl
  • 170 g Rohrohrzucker

Zuerst den Rhabarber waschen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Die Zitrone waschen, Schale abreiben (den Saft könnt Ihr für ein anderes Rezept verwenden). Den Zitronenabrieb zusammen mit Ahornsirup und Vanille in eine große, flache Auflaufform geben. Die Nüsse grob hacken, ebenfalls in die Form geben. Rhabarber und Himbeeren mit den anderen Zutaten in der Form mischen und verteilen.

Kokosöl grob schneiden und in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze zerlassen, aber nicht richtig heiß werden lassen. Haferflocken, Mandelmehl und Zucker unterrühren und in eine Schüssel umfüllen. Mit den Fingerspitzen verkrümeln, bis schöne Streusel entstehen. Die Streusel über die Früchte streuen, das Ganze in den Ofen schieben und auf der mittleren Schiene im Ofen ca. 40 Minuten goldbraun backen. Rhabarber Crumble aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten ruhen lassen und servieren.

Dazu passt natürlich Sahne oder eine vegane Sojasahne.

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2 Kommentare an "So schön säuerlich: Rhabarber Crumble"

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Ralf
Gast

Hi Susanna,

sehr cooles Rezept – werde ich am Wochenende ausprobieren. Habe hier bergeweise Rhabarber liegen und langsam aber sicher brauch‘ ich etwas Abwechslung. 🙂

Meine zwei Kinder sind von Rhabarber allerdings null angetan – Pudding hin oder her. Na mal sehen, ob sich das ändern lässt.

Viele Grüße,
Ralf

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