Mmhh… Herbstgenuss! Kürbispüree mit Maroni

Hokkaido-Kuerbis mit Maroni

Der Herbst hat ja ein paar wirklich schöne Seiten – dazu gehören für mich das bunte Laub mit seinem Geraschel und dem feucht-erdigen Geruch, diese bestimmte schräge Sonnenstrahlung, die so tolle Lichtstimmungen schafft. Dass man wieder ganze Kannen schön heißen Tee trinken kann und natürlich, dass die Natur nochmal so richtig dick auftischt. Jetzt wird geerntet und eingemacht, was das Zeug hält. Und einige dieser Früchte von Mutter Erde – ui ui, jetzt werde ich ja richtig pathetisch – stehen schon fast sinnbildlich für diese schöne Jahreszeit: Kürbis und Kastanien. Und weil das so ist, ich in bester Herbststimmung bin und wir frische Maroni vom Markt mitgebracht haben, gibt es jetzt hier ein tolles Kürbis-Maroni-Rezept. Und – so ein Zufall – es ist auch wieder vegan. Noch dazu ist die Esskastanie oder Maroni ein heimisches Superfood: Sie ist die Nuss mit dem geringsten Fettgehalt und gleichzeitg voller Mineralstoffe und Vitamine. Also total gesund! Für das Rezept könnt Ihr vorgekochte Maroni nehmen. Die gibt es zum Beispiel vakuumiert im Bioladen oder Supermarkt. Wer das volle Herbsterlebnis will, der röstet sich frische Maroni vorher selbst.

Maroni in Schale

Frische Maroni selbst rösten

Im Herbst haben Esskastanien oder Maroni Saison. Kauft sie in einem guten Gemüseladen oder auf dem Markt, weil mittelmäßige oder schlecht gelagerte Qualitäten aus dem Supermarkt oft nicht so schön cremig-süß schmecken und sich auch meistens nicht so gut schälen lassen. Die Maroni über den runden Rücken einmal quer zur Faser einritzen – tief genug, um auch die innere Haut anzuritzen, aber nicht zu tief, sonst bricht die Kastanie später beim Schälen. Dann so heiß wie möglich rösten, bei 300 Grad dauert es etwa 15 Minuten, bis die Kastanien fertig sind. Bei 200 Grad doppelt so lange. Am besten klappt es in einem kleinen Bräter, wo die Kastanien eng beisammen liegen und weniger austrocknen als auf einem Blech. Wichtig: Ab und zu schwenken oder wenden, damit die Maroni nicht verbrennen.

Hokkaido-Kuerbis ausschaben

Ofenkürbis-Püree mit Maroni

Für 2 Personen

  • 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1,2 kg)
  • 4 EL Olivenöl
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 200 g Maroni, vorgegart
  • 1 EL Balsamessig

Kürbis halbieren und die Kerne entfernen. Das geht super mit einem Butterroller wie auf dem Foto, mit dem man eigentlich Butterlocken formt. Ein Esslöffel tut es aber auch. Anschließend in Spalten schneiden. Knoblauchzehen mit Schale anquetschen, Rosmarinbüschelchen von den Zweigen zupfen. Zusammen mit den Kürbisspalten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen, mit 2 EL Öl beträufeln und salzen. Auf mittlerer Schiene bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) etwa 35-40 Minuten weich garen.

In der Zwischenzeit die Maroni sehr grob hacken und mit 2 EL Olivenöl 2-3 Minuten in der Pfanne anbraten. Mit Balsamessig ablöschen. Salzen und pfeffern.

Gegarte Kürbisspalten zusammen mit Knoblauch und Rosmarin durch eine Kartoffelpresse drücken (eventuell die Kürbisspalten vorher schälen). Das Kürbispüree mit Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken und mit den gebratenen Maroni garnieren. Fertig!

Hokkaido-Kuerbis Schnitze roh

Kuerbisschnitze gebacken auf BlechKuerbis durch KartoffelpresseKuerbis-Puree mit Maroni 1

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